Behandlung

MASTZELLSTABILISATOREN ANTIHISAMINIKA GLUKOKORTIKOIDE/CORTISON HYPOSENSIBILISIERUNG

Da die Vorgänge bei allergischen Reaktion mittlerweile gut bekannt sind, haben die Betroffenen eine Auswahl an verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten…

Die Rede ist hier einerseits von verschiedenen Medikamenten, die in den Prozess einer Allergie eingreifen und die allergischen Symptome lindern bzw. verhindern und der Hyposensibilisierung auf der anderen Seite.

Als oberstes therapeutisches Prinzip gilt auch weiterhin noch die Allergenkarenz, sprich man soll versuchen, die allergieauslösende Substanz zu meiden. Bei Nahrungsmitteln scheint dieser Weg auf den ersten Blick recht simpel, bei Pollen oder Hausstaub ist dieser Weg allerdings kaum wahrnehmbar.


Daher stehen den Betroffenen folgende medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

MASTZELLSTABILISATOREN

Um allergische Reaktionen vorzubeugen steht der bekannte und bewährte Wirkstoff Cromoglicinsäure (Dinatriumcromoglicat oder DNCG) zur Verfügung.
Diese Substanz stabilisiert die Mastzellen und verhindert somit die Freisetzung von Histamin und Leukotrienen aus den Mastzellen.
Da der Wirkstoff praktisch nicht resorbiert (in das Blut aufgenommen) wird, entfaltet er eine rein lokale Wirkung und reichert sich im Schleimhautgewebe an und verändert diese so, dass eine Histaminausschüttung kaum mehr möglich ist.
Der langsamere (im Vergleich zu Antihistaminika) Wirkeintritt erfordert eine prophylaktische und kontinuierliche Gabe. Nebenwirkungen sind aufgrund der mangelnden Resorption kaum vorhanden.

Bei Nahrungsmittelallergien als auch Kreuzallergien auf bestimmte Lebensmittel kann die Gabe von DNCG in oraler Form empfohlen werden.
Je nachdem, wo die allergischen Symptome auftreten stehen zwei Handelsformen zu Verfügung:
PENTATOP® 100mg Kapseln und PENTATOP® 200mg Granulat.

Pollengeplagte können den Wirkstoff in Form von Nasensprays und Augentropfen einnehmen.

 

ANTIHISTAMINIKA
Antihistaminika wirken dem körpereigenen Botenstoff Histamin entgegen und eignen sich besonders bei akuten Anzeichen einer Allergie. Sie werden bei Allergien am häufigsten empfohlen, da sie schnell und direkt die Ausschüttung des Histamins hemmen.
Antihistaminika der 2. Generation dämmen, im Gegensatz zu Antihistaminika der 1.Generation die Histaminausschüttung sehr spezifisch ein und werden daher häufig als Antiallergika eingesetzt. Zudem wirken sie weniger müde machend (sedierend), müssen aber häufiger eingenommen werden.

 

GLUKOKORTIKOIDE / CORTISON
Dabei handelt es sich um die am stärksten zur Verfügung stehenden Entzündungshemmer (Antiphlogistika) mit gleichzeitiger antiallergischer Wirkung. Somit bekämpfen sie die Entzündung und lindern gleichzeitig die allergischen Beschwerden.
Ihr Einsatz wird eher bei nicht beherrschbaren allergischen Reaktionen erwogen.

 

HYPOSENSIBILISIERUNG / SPEZIFISCHE IMMUNTHERAPIE
Diese Behandlungsmöglichkeit ist der einzige therapeutische Ansatz zu einer Verringerung der allergischen Reaktionsbereitschaft des Organismus durch einen Eingriff in die Fehlsteuerung des Immunsystems.
Dabei wird der Körper über einen Zeitraum von 3 – 5 Jahren mit dem speziellen Allergen konfrontiert und so gewöhnt sich der Körper langsam daran. Je nach Verträglichkeit kann die Dosis bei den Sitzungen erhöht werden.
Geeignet ist eine spezifische Immuntherapie insbesondere bei Allergien, die lebensbedrohliche Folgen haben (z.B. Insektengiftallergie), bei besonders stark ausgeprägten allergischen Symptomen und bei Pollen- bzw. Tierallergikern u.a., die einen Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen nicht immer vermeiden können.